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15.06.2016

Weg für Lewandowski frei

Havelland (MOZ) Die Fortschreibung der Zählgemeinschaft im havelländischen Kreistag ist im Vorfeld der Landratswahl am kommenden Montag in Rathenow vertraglich festgezurrt worden.Damit ist der Weg frei für die mögliche Wahl von Roger Lewandowski (CDU), der nun auch mit der Unterstützung von der SPD rechnen kann. FDP, Bauern und Familienpartei hatten zuvor bereits ihre Präferenz zugunsten der Zählgemeinschaft deutlich kundgetan. Verbunden mit der Vertragsunterzeichnung ist im Übrigen auch der Rückzug von Martin Gorholt als Landratsbewerber, den er nun schriftlich eingereicht hat. Damit werden noch zehn Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen.

Die Zählgemeinschaft wird unter neuen Vorzeichen fortbestehen. Dr. Volkmar Richter, Dr. Hans-Hermann Schultze, Dieter Dombrowski, Martin Gorholt, Michael Koch und Rocco Buchta präsentieren parteiübergreifend die unterschriebenen Werke der Öffentlichkeit.
BRAWO, Patrik Rachner -

Sie zückten ihre Stifte und strahlten um die Wette. Kein Wunder, schließlich ist politisch nun alles geklärt, zumindest bis 2019. Dann nämlich finden wieder Kommunalwahlen statt und auch die mögliche Kreisgebietsreform steht für viele drohenderweise auf dem Plan. Nichtsdestotrotz zeigten sich sowohl CDU-Chef Dieter Dombrowski und Michael Koch als auch Martin Gorholt, SPD-Vorsitzender, und Rocco Buchta genauso zufrieden wie der Vorsitzende der FDP, Dr. Volkmar Richter, und der Fraktionsvorsitzende von FDP/Bauern und Familienpartei, Dr. Hans-Hermann Schultze.

"Inhaltlich hat die SPD ihre Positionen gut durchgesetzt: solide Finanzen, innovative Wirtschaftsförderung, die Priorität Bildung - insbesondere die Schulsozialarbeit-, den Breitbandausbau, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sowie die Sport- und Kulturförderung um nur einige Punkte zu nennen. Ein entscheidendes Anliegen für uns war vor allem die Beteiligung an der Finanzierung der Investitionskosten für den Bau eines Hallenbades in Falkensee. Das ist ein Signal. Alles in allem können wir zufrieden sein. Schmerzhaft bleibt natürlich, dass wir nicht den Landrat stellen werden", sagte Martin Gorholt, wenngleich das Thema S-Bahn-Verlängerung ins Havelland ausgeklammert worden war, weil dazu keine Einigkeit bestand.

Allerdings wird der Posten des Ersten Beigeordneten den Sozialdemokraten vereinbarungsgemäß zufallen. Natürlich wird dazu eine Ausschreibung erfolgen. Im September soll dann feststehen, wer es werden wird. Laut Gorholt müsse das eine starke Persönlichkeit sein, die aus sozialdemokratischer Sicht Gewicht in der Verwaltung haben wird. Der SPD-Unterbezirksvorstand hatte übrigens am Dienstag mit 16 zu zwei Stimmen bei einer Enthaltung für die Fortschreibung der Zählgemeinschaft gestimmt.

Auch bei der CDU, die bereits am Montag einstimmig für den neuen Vertrag gestimmt hatte, herrscht nun eitel Sonnenschein. Michael Koch, Fraktionsvorsitzender im Kreistag, sprach von einer "guten Vereinbarung", die den Weg nun weisen wird. "Wir können optimistisch nach vorne blicken. Am Montag werden wir als Zählgemeinschaft gemeinsam Roger Lewandowski für das Amt des Landrates vorschlagen." Volkmar Richter freute sich nach der Vertragsunterzeichnung darüber, dass es nun wieder stabile Verhältnisse gibt. Die nebenläufigen Diskussionen sind damit beendet. Ich bin zufrieden. Am Montag wird Roger Lewandowski hoffentlich zum Landrat gewählt.

aktualisiert von Michael Koch, 03.08.2016, 15:43 Uhr
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