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15.09.2017, 13:37 Uhr

Uwe Feiler will nachhaltige Forstwirtschaft stärker gefördert sehen

Auf einem frühmorgendlichen Waldspaziergang in Falkensee zusammen mit dem Geschäftsführer des Brandenburgischen Waldbesitzerverbandes Martin Hasselbach informierte sich der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Oberhavel/Osthavelland Uwe Feiler über die Bedeutung und die Herausforderungen der Forstwirtschaft. Bundesweit bietet das Cluster Forst-/Holzwirtschaft rund 1,2 Millionen Menschen in fast 130.000 Betrieben Arbeit und steht für rund 180 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Hinzu kommen seine Funktionen als Kohlenstoffsenker, Klimaschützer und Erholungsgebiet. Hasselbach: „Um diese Funktionen zu gewährleisten, muss die Bewirtschaftung gleichermaßen multifunktional, nachhaltig und ordnungsgemäß erfolgen.“

Martin Hasselbach erläutert Uwe Feiler und dem Vorsitzenden des Falkenseer Stadtentwicklungsausschusses Hans-Peter Pohl die Phasen des Baumwachstums
Falkensee - Hasselbach betonte, dass Holz der einzige Rohstoff in Deutschland sei, der aufgrund seines Nachwachsens immer zur Verfügung stehe. Verarbeitetes Holz im Hausbau oder in den Möbeln würde anders als vermoderndes Holz oder verbrennendes Holz CO2 binden. Holzverarbeitung könnte bei stärkerer Nutzung viel mehr zum Klimaschutz beitragen als bisher.

Von den privaten Waldbesitzern (Kommunen, Genossenschaften, Privatpersonen) werden in Brandenburg etwa ¾ der Waldfläche bewirtschaftet, das sind rund 600.000 ha. Hasselbach bedauert, dass 98 % der öffentlichen Fördermittel in die Landwirtschaft fließen würden, aber nur 2 % in die Forstwirtschaft, wovon letztendlich auch nur die Hälfte bei den Waldbesitzern ankäme. Hasselbach: „Wenn man berücksichtigt, wie wichtig ein gesunder Wald für die Produktion von sauberer Luft und sauberen Wasser ist, so wird dies gegenüber den Waldbesitzern seitens der Gesellschaft nicht honoriert. Vermutlich ist es den Menschen auch gar nicht bewusst.“ Uwe Feiler versprach, dieses Thema in seiner künftigen Arbeit aufzugreifen. Auf ein besonderes Problem wies er auch aufgrund eigener Beobachtungen hin: „Die Entsorgung von Gartenabfällen im Wald stellt für die Waldentwicklung eine große Belastung dar, weil dadurch der Boden mit Fäulnisstoffen belastet wird und Gartenpflanzen wachsen. Beides schadet den Bäumen. Dies muss jedem Gartenbesitzer klar sein. Diese Umweltverschmutzung ist kein Kavaliersdelikt und muss von den Ordnungsämtern konsequenter verfolgt werden.“

15.09.2017, 13:41 Uhr